kälteverlust - ein anhaltendes selbstgespräch
die hohen frequenzen im radio werden seltener, aber um so besser empfangen.
wie hoch daherkommende sätze.
ach was.
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in der frühen strassenbahn einzig nebenköpfe.
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stetig mehr menschen, die auf dem weg zur arbeit ins leere sprechen. wie falsch synchronisierte
maschinen.
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fast überall überwachungskameras und polizisten in zivil. dennoch gebe ich die hoffnung nicht
auf, dass mir, wenn ich zu allen und jedem freundlich bin, nichts passieren kann.
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stein schlägt schere, fällt aber in den brunnen.
es gibt tage, an denen das in der hitze zu sagende nicht mehr wärmt.
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eine blicktiefe bis zu zehn metern, keine motorboote und kaum wasserpflanzen.
an der frischen luft an diesem tiefklaren see könnte man sich wegatmen.
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die schonzeit ist vorbei, das rotwild, der hase und alle besserwisser dürfen wieder gejagt
werden.
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nach der letzten sicherheitskonferenz der innenminister steht nun vor fast jedem wichtigen haus ein
polizist mit lässig hängender maschinen- pistole.
zur gewöhnung an zukünftige zeiten?
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stets ein fussel auf dem jacket wie auch allzu oft ein überflüssiges wort in manchem
satz.
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immer öfter schreibe ich immer öfter oder noch mehr. aus welchen gründen auch
immer.
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meine bruttogewissheit, und meine nettozweifel.
wer seine probleme liebt, kann sich ihrer sicher sein.
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die menge an aufwühlenden büchern, die ich bereits gelesen habe... aber vielleicht waren
es nicht die richtigen oder schon zu viele.
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z.b. beim schachspielen gegen mich selbst gebe ich oft alles und habe doch keine
chance.
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eine ethik-komission darf nun nach dem anhaltenden GAU in japanfernen atomkraftwerken
über die restlaufzeiten der einheimischen radioaktivität nachdenken.
endlich.
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setup - setdown.
dieser fast vergessene satz aus der kindheit: Scotty, beam me up!
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big head, little body. auf den überdimensionalen werbeplakaten fast nur models als
kindchen-schema.
und immer mit einem coolen lächeln im gesicht.
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seit längerem bloss wunschvorstellungen, die ich schon hatte.
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THE BAD OF: lieber lärm sein, als lärm erleiden müssen. lieber schmutz sein, als putzen
müssen, etc.
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"gelungenes kann nicht die umformung von verfehltem sein. gelungenes ist nur, weil
aufgegeben gelungen."
(Paul Valery korrigiert von André Breton und Paul Eluard)
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wie viele bücher liest man nicht mehr, bloss weil man sie sogleich erkennt.
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ein anhaltendes gefühl der langeweile, so als ob demnächst eine ganz aufregende zeit
beginnen müsste. mein demonstratives gähnen deshalb schon einmal vorab als eine
politische haltung.
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als ob mir an manchem tag (z.b. diesem sorglosen) ein ganz anderer (z.b. noch sorgloserer)
tag entgehen könnte.
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heute ein sonnenaufgang zwischen den häuserfronten = (rot + blau)*2
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think big!
man muss sich permanent einen rolls-royce kaufen. auch wenn man ihn nicht abzahlen kann.
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ich will die zeit nur in echtzeit und die ewigkeit ewig.
was es sonst noch so gibt ausser anspielprosa und rechtfertigungs- dramatik? ihr wollt es wissen?
fortsetzung folgt. etc. da capo.
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und ab und zu ein anschreien aus gähnen gegen das das rauschen und rumoren der
heizung. gegen eine heizung ohne wärme im zu kalten september.
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was fehlt noch?
das bekenntnis zum fehlen, zum verfehlen, zum revidieren, zum ausradieren.
denn
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ich, der hier mal endesunterzeichnende.