kälteverlust - ein anhaltendes selbstgespräch
sonntag morgens 8 uhr und die bange frage: was soll dieser sonntag schon morgens um
8 uhr.
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in den zeitungen dieser woche nur katastrophenberichte: die berühmte X hat sich wieder von
ihrem noch berühmteren Y getrennt, mercedes muss millionen autos wegen eines konstruktionsfehlers
am lenkrad zurückrufen, viele politiker fahren immer öfter privat mit ihren dienstwagen...
ohne das normale gibt es nur das allzu normale.
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die erste zigarette, das erste gedicht, der erste peinliche koitus. ich bin sicher, es gibt sie
nicht noch einmal.
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Jean Paul hirneingemeindet. auch seinen titan endlich.
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da ich auch nachts manchmal was nachschlagen will, schon über 3tausend bücher in der
eigenen wohnung.
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mein küchenkampf am morgen mit George Tabori. er mit zugekniffenen spöttischen augen
auf einem kalenderblatt. ich mit sodbrennen und trüben blick davor. diese konfrontation
ist auszuhalten.
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looser statt loser heute in der tageszeitung gelesen.
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es klappt nicht, es gelingt nicht und es will sich nichts abzeichnen.
könnte man alles, dann könnte man z.b. alles auch auf türkisch sagen oder als wrestling-star
von seinem faustrecht gebrauch machen.
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"es schwächt mich etwas von oben. ich habe keinen halt mehr hinter den augen."
(Gottfried Benn)
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während im schachspiel der grossmeister nur noch mit mühe und eigent- lich immer seltener
den computer in verlegenheit bringt, siegt beim viel komplexeren, aber dafür psychologisch
weniger verbrämten go-brett selbst ein mittelmässiger spieler gegen den rechner.
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dass weissbuch der wolken ist noch zu schreiben.
wie auch manch anderes buch.
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diese in sich gekehrten augen in der u-bahn und ab und zu ein erschrek- ken in den
spiegelenden fensterscheiben, da man darin wegen des harten lichtes nur schrecklich
aussehen kann.
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als sei ich jederzeit allgegenwäritig, ich müsste es mir jetzt bloss eingestehen
können.
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anhaltendes brüten über irgendetwas. aber über was eigentlich?
und was wäre jetzt unter mehr oder weniger spektakulären umständen zu sagen...
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das einzig sichere ist, dass nichts sicher ist. aber nicht einmal das ist sicher.
es gibt erkenntnisse, die so banal sind, dass man sie nicht wieder los wird.
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entschluss: öffne den oberen hemdknopf. dann wird alles weitere folgen.