das seit 1990 zugängliche archiv der
ddr- staatssicherheit
gehört mit schätzungsweise 1,5 billionen niederschriften zu den grössten
und auch umstrittensten zeitdokumenten. denn noch immer zeigen öffentliche diskussionen,
dass interpretationen über das faktisch vorliegende archivmaterial und die vorstellungen
von deren realitätsgehalt weit auseinander liegen.
mit einem bisher nicht realisierten projekt soll dieser widerspruch provokativ thematisiert
werden. es ist dazu geplant, in einem archivraum der bundesbehörde für die stasi-unterlagen
(BStU) für
eine absehbare zeit zusätzliche ordner mit einer
6dimensionalen struktur untereinander zu vernetzen. mit dieser
manipulation, die zu keiner beeinträchtigung von recherchearbeiten führen darf, würde
im stasi- datenspeicher ein freiraum entstehen, der betroffenen die möglichkeit gibt, von der
stasi nicht erfasste dokumente bzw. persönliche anmerkungen zur
eigenen akte für eine zeitweilige archivierung an die
bundesbehörde (BStU) zu geben.
leider gelang es bisher noch nicht, eine realisierung dieses projektes zu diskutieren.
der bundesbehörde ist unser vorhaben seit 1997 bekannt und immerhin soviel wert, dass
wir bei allen bisherigen anfragen noch keinen ablehnenden bescheid erhalten haben.
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